Traubeneichen für Rheinhessen

 

Die Stiftung Wald zum Leben hat am vergangenen Samstag, den 2.11.2013, ihr inzwischen neuntes Grundstück zu einem standortgerechten Mischwald aufgeforstet. Auf knapp 6000 Quadratmeter pflanzten rund 50 Erwachsene und 20 Kinder in Dittelsheim-Heßloch – nahe Alzey – etwa 2.300 Büsche und Bäume. Darunter auch der Baum des Jahres 2014: Die Traubeneiche.

Mainz. „Die Traubeneiche ist in ganz Europa verbreitet und verträgt sehr trockene Jahre,“ erklärt Rolf Raible am Rande der Pflanzaktion. Rolf Raible ist der Waldexperte der Stiftung und hat jahrzehntelange Erfahrung mit Aufforstungsmaßnahmen in Rheinhessen. „Möglicherweise ist die Traubeneiche für die Zukunft besser gerüstet als die Stieleiche, wenn es durch den Klimawandel noch wärmer und trockener werden sollte.“

Wie alle Waldflächen der Stiftung soll auch in Dittelsheim-Heßloch ein ökologisch wertvoller Mischwald entstehen. Ausgesucht wurden Baumarten, von denen man weiß, dass sie sich ohne Einfluss des Menschen über Jahrhunderte selbst wieder ansiedeln würden. „Wir beschleunigen lediglich einen natürlichen Prozess,“ ergänzt Raible. Gepflanzt wurden neben der Traubeneiche unter anderem Wildbirne, Feldahorn, Hainbuche, Flatterulme und Zitterpappel.

„Das Grundstück in Dittelsheim-Heßloch ist ganz nach unserem Geschmack“ freut sich Stiftungsvorstand Hans Steinbronn, „denn es ist eingerahmt von kleineren Flächen auf denen bereits jede Menge Sträucher und Bäume wachsen.“ Und so entsteht ein größeres zusammenhängendes Areal, das die Natur wieder für sich zurück erhält. „Als wir morgens alles für die Pflanzung vorbereitet haben, haben uns ein ein paar Rehe begrüßt. Toll, wenn die künftigen Gäste des Waldes jetzt schon mal vorbei schauen,“ schmunzelt Hans Steinbronn.

Die Kinder unter den Helfern haben wie immer fleißig mitgeholfen, durften sich aber auch gerne eine Auszeit im beheizten Kinderzelt nehmen. Dort hat die Waldpädagogin Melanie Bichler mit den Kinder gebastelt. Dafür wurden nur Materialien aus der Natur verarbeitet. „Und es war warm und der Nieselregen konnte uns nicht anhaben,“ lacht Melanie Bichler.    

Die Zelte, ein Heizgerät und vor allem eine leckere Gemüsesuppe mit Würstchen haben wie bei vergangenen Pflanzaktionen das DRK-Alzey vorbereitet. Unter den vielen freiwilligen Pflanzhelfern aus dem „WaldzumLeben“-Freundeskreis waren auch wieder etliche NABU Leute. Außerdem wurde die gemeinnützige Stiftung Wald zum Leben unterstützt von dem Projektentwickler für regenerative Energien juwi aus Wörrstadt und der Krankenkasse BKK advita aus Alzey.