Bäume für die Rheinhessische Schweiz

 

Mainz, den 27.3.2014. Die Stiftung Wald zum Leben forstet am kommenden Samstag eine ehemalige Ackerfläche zu einer ökologisch wertvollen Nische auf. Rund 6.000 Quadratmeter werden zu einem kleinen Wald mit etwa 3.000 Bäumen und einer Fläche für seltene Wildkräuter und –sträucher. Das Grundstück schmiegt sich an die vorhandenen Waldstückchen zwischen Wöllstein und Neu-Bamberg an und wertet die landschaftliche vielleicht interessanteste Region Rheinhessens – die Rheinhessische Schweiz – nochmals auf.

„Diese Fläche ist genau wie für uns gemacht,“ freut sich Stiftungsvorstand Hans Steinbronn, „für den Ackerbau ist sie zu steinig und unrentabel. Für uns ist sie ein Glücksgriff, weil sie direkt an ein vorhandenes Biotop anschließt.“ Die Stiftung Wald zum Leben kann auf eine kurze, aber erfolgreiche Geschichte zurückblicken. In wenigen Jahren wurden bereits über 50.000 Bäume auf über 10 ha ehemaligen Ackerboden gepflanzt.

„Dabei ist es uns wichtig, Flächen zu finden, die für die Landwirtschaft nicht mehr effektiv zu nutzen sind,“ erklärt Hans Steinbronn, „wir wollen nicht in Konkurrenz zu den heimischen Bauern treten. Wir möchten den Beweis antreten, dass eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Region auch ökologisch und damit auch touristisch attraktiv sein kann.“ Der ökologische Nutzen der Aufforstungen ist offensichtlich, aber nur ein Zweck der Stiftung. Der andere ist ein pädagogischer Ansatz: Die Stiftung möchte Menschen in die Natur locken und ihnen auf angenehme Weise den Wert der Natur nahe bringen.

Und so gleichen die Aufforstungsmaßnahmen der Stiftung Wald zum Leben eher fröhlichen Volksfesten, denn tumber Schufterei. „Ganz wichtig sind uns dabei die Kinder. Was nützen uns die Wälder, wenn kommende Generationen keine Beziehung zum Wald haben,“ gibt Hans Steinbronn zu bedenken,“ Kinder können bei uns mit pflanzen, sie können aber auch mit unserer Waldpädagogin Melanie Bichler einfach nur Spiele in und mit der Natur machen und somit einen spannenden Tag draußen erleben.“

Geplanzt werden viele alte Sorten wie Speierling und Wildbirne, zahlreiche Sträucher vom Rotem Hartriegel bis zum Wolligem Schneeball. Nach der Frostperiode wird auf den freien Flächen noch eine Wildkräutermischung aufgebracht. Für die Auswahl der Pflanzen war wie bei allen Aufforstungen der Stiftung der Landschaftsarchitekt Rolf Raible in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde zuständig.

Die Pflanzaktion beginnt um 10 Uhr. Für das leibliche Wohl sorgen die freiwilligen Helfer vom Roten Kreuz Alzey. Pflanzhelfer sind herzlichst willkommen. Mitzubringen sind: Spaten oder Harken, Geschirr, Besteck und Trinkbecher. Unterstützt wird die Pflanzaktion von dem Projektentwickler für regenerative Energien juwi und von Seilkunst.

 

Weitere Infos unter: www.waldzumleben.de, Kontakt: Johannes Steinbronn: 0151-12702787.

 

Wegbeschreibung: Autobahn Richtung Alzey. Am Alzeyer Kreuz Autobahn Richtung Koblenz bis Ausfahrt Sprendlingen und danach auf der B 420 weiter nach  Wöllstein. In Wöllstein an Ampelkreuzung links ab Richtung Alzey/Monsheim. In Dorfmitte halbrechts ab Richtung Siefersheim und an der  Ampelkreuzung rechts ab Richtung Realschule (Schulrat-Spang-Straße). Ganz am Ende der Straße 30 m rechts ab und dann links in den betonierten Feldweg. Wenn Ihr den gemauerten Turm erreicht habt links ab und auf der Berghöhe den Funkmasten ansteuern. Lasst dann den Funkmasten links liegen und fahrt  50 m weiter rechts ab bis zum Grundstück. Am besten in der Umgebung des Funkmastens parken.